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Wissenswertes zur Raucherentwöhnung durch Hypnose

Risiken rauchen Mann

Die besonderen Risiken für rauchende Männer

Der blaue Dunst zieht sich durch alle Gesellschaftsschichten, dabei sind männliche Raucher prozentual gesehen häufiger vertreten. Erschwerend kommt hinzu, dass Männer nicht nur generell im Vergleich zu Frauen mehr rauchen, auch die Anzahl der pro Tag gerauchten Zigaretten ist höher.

Herz- und Kreislauferkrankungen

Neben den Atmungsorganen, bestehen durch den Zigarettenrauch erhebliche Risiken für das Herz-Kreislaufsystem. Durch das Inhalieren der Giftstoffe wird das Herz animiert, schneller zu schlagen. Der Sauerstoffbedarf des Herzens erhöht sich, dabei verengen sich zeitgleich die Gefäße. Das Resultat: Das Herz kämpft gegen einen gesteigerten Widerstand an und muss deutlich mehr leisten. Es ist durch zahlreiche Statistiken, Studien und Forschungen belegt, dass Rauchen einer der größten Risikofaktoren für Herzinfarkt, Schlaganfall und periphere Verschlusskrankheit ist.

Ursächlich für diese schweren Erkrankungen, die oft tödlich verlaufen, ist die schleichend verlaufende Arteriosklerose, einer Verkalkung der Blutgefäße, die aus einer Schädigung der innersten Gefäßschicht resultiert. Der Körper versucht mittels LDL-Cholesterin, die Schäden zu reparieren. Muskelzellen der äußeren Gefäßwand eilen zu Hilfe und stellen winzigste Bindegewebsfasern her, um die geschädigten Stellen zu reparieren. Als Resultat dieser Reparaturversuche bilden sich gefährliche Ablagerungen – Plaque genannt – die dem ungestörten Blutstrom behindern und so zu einem Blutgerinnsel führen können.

Das Herz im Dauerstress

Rauchen verengt die Blutgefäße, was zu einem erhöhten Blutdruck führt. Dadurch muss das Herz stetig eine erhöhte Pumpleistung bringen, um das Blut durch den Körper zu transportieren. Eine weitere Schwierigkeit ergibt sich daraus, dass die Giftstoffe von Zigaretten das Blut zähflüssiger machen. Dadurch verschlechtert sich die Sauerstoffversorgung der Muskulatur und birgt die Gefahr, das sich mikroskopisch kleine Blutplättchen bilden, die die Gefäße verstopfen können.

76 Prozent derer, die vor dem 55. Lebensjahr einen Herzinfarkt erleiden, sind Raucher. Das zeigt eine Auswertung des Berliner Herzinfarktregisters, bei der die Daten von mehr als 6.000 Herzinfarkt-Patienten untersucht wurden.

Rauchen aufhören ist zu jedem Zeitpunkt ein Gewinn für die Gesundheit. So ist beispielsweise erwiesen, dass der Blutdruck bereits nach einer Woche Nichtrauchen sinkt. Ein zu hoher Blutdruck ist ein gefährlicher Risikofaktor für eine Herzkrankheit, ganz zu schweigen von der Minimierung des Risikos, an Krebs zu erkranken. Nach 10 Jahren rauchfrei ist die Gefahr, an Lungenkrebs zu erkranken, um die Hälfte gesenkt.

Männliche Probleme durch das Rauchen - Unfruchtbarkeit

Viele männliche Raucher sehen zwar durchaus das Risiko, an den Atemwegen beziehungsweise am Herzen zu erkranken – nicht jedoch die Gefahr, die das Rauchen bezüglich ihrer Manneskraft beinhaltet. Raucher sind häufiger von Impotenz und Erektionsstörungen betroffen als Nichtraucher.

Die Giftstoffe von Zigaretten verteilen sich nicht nur innerhalb der Atemwege, sie gelangen über das Blut in sämtliche Regionen des Körpers, so auch in die Hoden. In den Spermien rauchender Männer ist das natürliche Zusammenspiel von Abwehrstoffen und Antioxidantien nicht mehr in voller Konzentration vorhanden. Stattdessen finden sich schädliche Substanzen wie Cadmium und Blei. Die ungesunden Substanzen, die beim Rauchen in den Organismus gelangen, erreichen die Hoden und sorgen dafür, dass sowohl die Beweglichkeit als auch die Anzahl der Spermien reduziert wird.

Ein weiterer, beunruhigender Aspekt bezieht sich auf die Genveränderung. Das Sperma von Rauchern weist häufiger geschädigtes Erbgut auf. Das ist keine gute Ausgangslage für die Familienplanung, denn als Folge kann solch ein erbgeschädigtes Spermium bei der Befruchtung zum Absterben des Embryos führen. Auch das Heranwachsen eines kranken Kindes kann die Folge dieser Erbgutschädigung sein.

Die schlechte Qualität der Spermien ist ein Grund dafür, warum es oft mit dem Erfüllen des Kinderwunsch etwas länger dauert. Das bezieht sich übrigens nicht nur auf die natürliche Zeugung, sondern betrifft ebenfalls den Versuch der Befruchtung.

Oft verschwiegen – Erektionsstörungen

Viele denken bei Erektionsstörungen an ältere Herren, doch die Gruppe mit diesem Problem ist längst nicht ausschließlich die Generation Silber. Da die Giftstoffe der Zigaretten unmittelbar auf das Blutgefäßsystem Einfluss nehmen, funktioniert die Erweiterung beziehungsweise Einengung der Blutgefäße nicht mehr optimal – und das auch oft bei Männern in mittleren Jahren.

Übrigens: Erektionsstörungen dürfen nicht auf die leichte Schulter genommen werden, denn sie können ein Warnhinweis auf eine Herz-Kreislauferkrankung sein.

Hypnose Tübingen


Quellen:

https://www.dkfz.de/de/rauchertelefon/download/FzR_Herz-Kreislauf.pdf
http://www.herz.hexal.de/grundwissen/risikofaktoren/rauchen-alkohol/
https://www.herzbewusst.de/angina-pectoris/risikofaktoren-herzinfarkt/herzinfarktrisiko-rauchen

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